Klavierspielen lernen – Für ein Jahr alles schwarz-weiß sehen

05. August 2018 | von Chabi |

Ein Lied von Schwarz und Weiß

Das Klavier steht hier, direkt vor meiner Nase und verstaubt. Seit drei Jahren krönt es die Mitte des Wohnzimmers.

Zweimal habe ich versucht einen Einstieg ins Klavierspielen zu finden. Einfache Stücke, meine Lieblingslieder und Fingerübungen klimperte ich ein- bis dreimal die Woche. Erfolgserlebnisse gab es zu wenige. Nach einer Weile zog der Alltag ein. Die Abstände für die Übungen wurden länger und länger. Das Klavier verstummte erneut. Zweimal ärgerte ich mich, nicht dran geblieben zu sein.

Für mich ist klar: Musik ist eine der wichtigsten Ressourcen. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht mindestens ein Lied höre. Es ist wie eine Sehnsucht, ein Ausgleich vom Alltag. Ein Musikinstrument zu spielen, wäre für mich die Krönung dieser Leidenschaft.

Vor wenigen Tagen wurde sie geboren: die Idee zur Klavier-Challenge. Ein übertriebenes Unterfangen – Der Blog als Motivationskick!

Warum schaffe ich es nicht dran zu bleiben?

Frustrierende Frage. Es gibt darauf keine klare Antwort. Ich bin ein wissbegieriger Mensch, der am liebsten in viele Bereiche reinschnuppern und das Erlernte anwenden möchte. Das bedeutet:

Viel breit gefächertes Wissen, aber wenig Tiefgang.

Die letzten Jahre war ich mit dem „Schnuppern“ zufrieden. Jetzt spüre ich kaum noch Erfüllung. Ich brauche mehr Tiefgang, in der Kunst und in der Musik. So mein Traum oder Hirngespinst. Ich habe Sorge, mich mit dieser Challenge zu überfordern. Gleichzeitig will ich diesen dritten Versuch starten.

Warum diese Challenge?

Ich will klären, ob das Musizieren (in dem Falle das Klavierspielen) ein „wirklicher Wunsch“ oder ein weiterer zweckloser, kurzer Wissenserwerb ist. Erfüllung oder Frustration. Um das herauszufinden werde ich mich dem Klavier mehr widmen. Wieviel Widmung macht Sinn? Sollte ich meine anderen Hobbys links liegen lassen oder kann ich diese daneben weiterhin ausführen? Dies kläre ich im Verlauf der Challenge.

Mein Schlachtplan für ein Jahr:

Ohne eine Form von Struktur und Planung geht es nicht. Diese Form gebe ich mir selber, vorerst ohne Lehrer. Erfolgserlebnisse sind diesmal besonders wichtig. Das motiviert mich auch in Phasen von „ich hab keinen Bock“ weiterzumachen. Hier mein grober Plan:

  • Mindestens drei- bis fünfmal die Woche üben

Regelmäßiges Training ist wichtig, damit das Gelernte aufeinander aufbauen kann. Bereits nach drei Tagen Pause verliere ich die Routine im Spielen.  Allein die Beidhändigkeit zu trainieren, braucht Zeit.

  • Übungszeit mindestens 15 Minuten

Alles unter 15 Minuten wirkt gehetzt. Ich brauche ein paar Minuten für kleine Übungen und wieder ein paar Minuten um Lieder zu wiederholen. Derzeit kostet mich das Notenlesen die meiste Zeit (Violin- und Bassschlüssel seperat voneinander zu lesen).

  • Bestimmte Lieblingslieder lernen

Die Motivation und Frustrationsquelle überhaupt! Viele meiner Lieblingslieder sind anspruchsvoll. Gerade hier muss ich aufpassen, mich nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Ich brauche einen Schwung einfacher Lieder, auf die ich aufbauen kann.

  • Den Werdegang per Text und Video festhalten

Ich möchte euch regelmäßig von der Entwicklung berichten. Ob mein Schlachtplan zu hoch angesetzt ist, wird sich im Laufe der Zeit zeigen. Die Challenge kann und soll diejenigen von euch motivieren, die ebenfalls mit dem Musizieren anfangen wollen.

Ich bin gespannt, was ich nach einem Jahr sagen werde. Bin ich dann stolz und glücklich über das Ergebnis, ernüchtert oder eher frustriert? Was auch immer kommt, der Weg und die Erfahrung werden wichtig sein…Selbst wenn der Traum vom Klavierspielen zerplatzt, wie eine fallende Melone aus 10 Metern Höhe.

Fazit jetzt bereits: Aller guten Dinge sind Drei!

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