Umbruch und Neuanfang – oder warum ich jetzt blogge

01. August 2018 | von Chabi |

Was ist wichtig im Leben?

Ende 2017 ereigneten sich in meiner Familie mehrere Schicksalsschläge. Das Thema Endlichkeit stand im Raum und erzwang eine persönliche Auseinandersetzung. Betäubt stellte ich mir die Frage: „Wie gehe ich damit um?“

Bereits während eines Praktikums im Hospiz wurde ich mit diesem Thema mehrfach konfrontiert. Meine Diplomarbeit handelte von „Der eigenen Lebensgeschichte in der Sterbebegleitung begegnen“. In der Literatur und in der Praxis fand ich den Hinweis, dass Sterbende sowie deren Angehörige oftmals ihren Lebensweg hinterfragten: „Hätte ich doch….

  • …mehr mit der Familie unternommen.“
  • …mehr von der Welt gesehen.“
  • …einen anderen Beruf ausgeübt.“

Was mir in diesem Praktikum besonders klar wurde: Der Mensch fürchtet das Unbekannte. Selbst eine intensive Beschäftigung mit diesem Thema, bereitete mich nicht auf die persönliche Betroffenheit vor. Es war nicht relevant, dass ich an meine eigene Endlichkeit erinnert wurde. Ausschlaggebender war der (drohende) Verlust geliebter Personen.

Wie gehe ich damit um?

Nächstes Jahr beende ich meine Ausbildung zur Psychotherapeutin. Ich tröste und begleite andere Menschen auf ihrem Weg…mich selbst zu trösten fiel mir schwer. Ich war mit der Situation und meinen Gefühlen überfordert. Gespräche mit der Familie oder engen Freunden waren eine wesentliche Stütze, aber ich brauchte mehr.

Meinen Patienten empfehle ich in solchen Situationen:

  •  Stabilisierung und Ausgleich durch künstlerischen Ausdruck

Ich folgte meinem eigenen Rat und fing wieder mit dem Zeichnen an. Was als Jugendliche ein schönes Hobby für mich gewesen war, ging während des Studiums verloren. Klausurstress, Nebenjobs und der Alltag ließen wenig Zeit für kreativen Ausgleich. Ein Neuanfang in dieses alte Hobby fühlte sich richtig an.

Ich kaufte Stifte, einen Skizzenblock und durchforstete Youtube nach Tutorials. Die stabilisierende Wirkung habe ich rasch gespürt. Ich konnte mich auszutoben oder detailreich/konzentriert arbeiten. Meine Überforderung wurde in ein Bild gepackt und verarbeitet.

Mir ist folgendes klar geworden:

  1. Tue mehr von den Dingen, die dir Spaß bereiten!
  2. Wenn du nicht weißt, was du magst oder liebst…dann suche danach!
  3. Sei mutig in der Umsetzung von dem, was du liebst!

Denn letzlich wissen wir nicht, wie lange wir die Möglichkeit dazu haben!

Warum jetzt dieser Blog?

Es geht für mich um einen echten und lebendigen Ausdruck, den ich jeden Tag aufs Neue suche. Meinen Weg halte ich in diesem Blog fest. Ich will begreifen, spüren und sehen, was mit handwerklichem und mentalem Training möglich ist. Es hilft mir die Frage zu beantworten, ob dieses Training einen langfristigen Effekt auf meine Psyche, Identität und Emotionen hat.

Wie bereits erwähnt, behandelt dieser Blog die Themen:

  • Kreativität
  • Handwerk
  • Psychologie
  • Deine und meine Geschichte

Meine Einladung an dich: Schau, was dich anspricht und nutze jede Möglichkeit zur Inspiration! Lass mich und die Leser an deiner Geschichte teilhaben.

Wenn du spürst, ein Weg lohnt sich, dann geh ihn, trotz der Hürden oder dem inneren Kritiker. Mach dein Ding!

Sei lebendig und echt!

4 Kommentare
    • Chabi sagte:

      Hi James,

      Vielen Dank! 🙂
      Ich habe nicht damit gerechnet, dass so schnell jemand kommentiert. Das hat mich sehr gefreut!

      LG, Chabi

      Antworten
    • Chabi sagte:

      Hi Andrea,

      danke für die nette Rückmeldung!
      Der Schritt war nicht einfach, aber ich bin froh ihn gegangen zu sein.

      LG, Chabi

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.